Uhus nisten auf dem Dach der Pensionskasse

Montag, 01. Juni 2020, 10:00 Uhr

Das ZDF hat zwei neue Talente vor der Kamera: Pritt und Pattex. Die beiden Uhu-Küken nisten derzeit auf dem Dach des Sendezentrums 2. Wer ihnen beim Flüggewerden zuschauen möchte, kann das per Livestream im SZ 2 und auf der "planet e."-Homepage. Möglich ist das, weil viele Kolleginnen und Kollegen rasch zusammengearbeitet haben.

 

Dokumentarfilm
Mo 01. Jun
10:00 Uhr
Erstausstrahlung

 

Nachdem die zwei Jungtiere bei der Vorbereitung für anstehende Dacharbeiten entdeckt wurden, ergriff Andreas Ewels, der bereits für die Naturdoku "Abenteuer Lerchenberg" Flora und Fauna rund um das ZDF festhielt, die Initiative: "Egal, ob weltweit oder direkt vor unserer Redaktionstür, 'planet e.' setzt sich aktiv für Themen aus dem Bereich Natur- und Umweltschutz ein. Die Gelegenheit, den Uhu-Nachwuchs in einer so ungewöhnlichen Umgebung filmen zu dürfen, konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen und bedanken uns auch für die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen." Gemeint ist vor allem die Pensionskasse als Gebäudevermieterin. Dort hat sich Gabriele Bräuker der Uhus angenommen. "Die Uhus sind ein tolles Naturschauspiel, aber für die Pensionskasse gewissermaßen auch eine ‚Naturkatastrophe‘, da sofort alle Termine zum Beginn der Sanierung ausgesetzt werden mussten", erzählt sie. "Außerdem war die Lage des Nestes schwierig: Es bestand erhöhte Absturzgefahr für die Jungvögel, sobald diese damit beginnen würden, ihre Umgebung laufend erforschen zu wollen." Binnen weniger Tage gelang es Bräuker von der rheinland-pfälzischen Naturschutzbehörde eine Ausnahmegenehmigung für die Umsiedlung des Nestes, für Filmaufnahmen von der Umsiedlung sowie die dauerhafte Installation einer Kamera für die Beobachtung der Tiere zu erhalten. Ein Uhu-Experte rückte an, beringte die Uhus und siedelte sie auf dem Dach in ein eigenes Gehege um. Die Reparaturarbeiten können wie geplant durchgeführt werden, ohne für die aufwachsenden Uhus und die Elterntiere eine Bedrohung darzustellen. Andreas Ewels holte zudem den Biologen und Naturfotografen Jens Wolf Sager ins Boot, der das Ganze im Auftrag von „planet e.“ dokumentiert. „Die Tiere haben das neue Nest gut angenommen“, erzählt Sager. „Wir haben gesehen, dass die Altvögel nachts Futter eingetragen haben. Und nun ist die Mutter auch tagsüber bei den Kleinen.“ Dass auf dem Dach eine Funkkamera installiert wurde, ist IT, AÜ und dem Gebäudemanagement zu verdanken. „Die haben das unbürokratisch ermöglicht!“, lobt Bräuker. Ihr und allen anderen beteiligten Kolleginnen und Kollegen sind die Uhu-Kinder bereits ans Herz gewachsen. Sie hoffen, dass sie die beiden im nächsten Jahr zur Brutzeit wiedersehen.